Ein Moment.


Der Sonnenstrahl des Morgens durchbricht leise und unberechenbar das Geäst der alten Eiche. Das Lichterspiel des hoffnungsvollen Strahls, in den sich brechenden Tautropfen, erweckt den Anschein als lägen tausende Diamanten auf den saftgrünen Blättern des Baumes.

Ich stehe und beobachte das Schauspiel des aufkeimenden Tages. Mir erscheint das Sein in Zeitlupe.  Ich sehe wie der Sonne Finger jedes einzelne Blatt streift. Jede einzelne Berührung des Lichtes, welche den Tau auf den Blättern durchdringt, lässt meinen Körper zucken. Es scheint als zeige der goldenen Finger einen Weg durch das Meer der funkelnden Diamanten; bis hin zum feuchten Humus der Mutter Erde.

Ich rieche den Morgen. Es ist wie eine Mischung aus wunderbar fruchtigem Regenbogenduft und betörenden Pheromonen unzähliger Fliederblüten. Meine Wange bettet sich, leicht unsanft zwar aber schmerzlos, auf dem grünen moosbewachsenem Bett des Waldes.

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